Konzept und Organisation einer „Integrativen Fallkonferenz“

Konzeptionelle Umsetzung

Dr. med. Michael Teut, Prof. Dr. med. Benno Brinkhaus, Prof. Dr. med. Stefan N. Willich

A. Hintergrund

Das Dialogforum Pluralismus in der Medizin fördert durch Veranstaltungen den Dialog zwischen konventionellen und komplementären Therapierichtungen in der Medizin.

B. Zielsetzung

Die Fallkonferenz eignet sich im besonderen Maße zum Dialog verschiedener medizinischer Therapierichtungen. Als Ausgangspunkt eines konstruktiven Meinungsaustausches wird der Zugang über den medizinischen Einzelfall gewählt. Langfristig werden durch die vom Dialogforum Pluralismus in der Medizin organisierten Veranstaltungen ein verbessertes gegenseitiges Verständnis zwischen konventionellen und komplementären Therapierichtungen und die Integration seriöser komplementären Therapierichtungen angestrebt.

C. Zielgruppe

Ärztinnen und Ärzte mit Bereitschaft zum kritischen Dialog. Dabei richtet sich die Veranstaltung explizit an akademisch tätige Mediziner und praktizierende Ärzte.

D. Konzeptuelle Umsetzung

  1. Didaktischer Aufbau der Veranstaltungseinheit (Muster)

    Patientenvorstellung (15 min)
    Therapievorstellungen
              Referent Therapie A (15 min)
              Referent Therapie B (15 min)
              Referent Therapie C (15 min)
              Referent Therapie D (15 min)

    Diskussion und Möglichkeiten des Dialoges
              Referent Therapie A (10 min)
              Referent Therapie B (10 min)
              Referent Therapie C (10 min)
              Referent Therapie D (10 min)

    Diskussion mit dem Auditorium (30 min)


    Besonders wichtig für den Erfolg der Veranstaltung ist eine gute Moderation durch einen Arzt, der über therapeutische Erfahrung und Offenheit gegenüber therapeutischen Alternativen verfügt.
  2. Auswahl der Referenten
    Seriöse und dialogfähige Vertreter der konventionellen und komplementärmedizinischen Therapierichtungen.
  3. Indikationen
    Bevorzugt werden Indikationen, bei denen es ein Dialogpotential gibt. Dies sind insbesondere Indikationen, bei denen die Therapiemöglichkeiten und der Spontanverlauf nicht kurativ verlaufen, also insbesondere chronische Erkrankungen.
  4. Ort und Zeit
    Der Ort der Fallkonferenz sollte zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein.
  5. Publikation
    Es ist empfehlenswert, die Ergebnisse der Fallkonferenzen in Form einer Zeitschrifts- bzw. Buchpublikation der ärztlichen Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. So lädt z. B. das European Journal of Integrative Medicine (http://www.sciencedirect.com/science/journal/18763820) zur Einreichung entsprechender Publikationen ein.
  6. Werbung und Organisation
    Fallkonferenzen sollten mit einem Vorlauf von mindestens 6 Monaten geplant werden. Idealerweise sind die vom Indikationsgebiet tangierten Ärztegesellschaften frühzeitig zu informieren und einzubinden, insbesondere deren Multiplikatorstruktur (Zeitschriften, Mitgliederinformation) sollte genutzt werden. Zudem werden Ankündigungen und ggf. Anzeigen in Fachzeitschriften veröffentlicht. Die Attraktivität der Veranstaltung wird durch Zertifizierung als Fortbildungsveranstaltung erhöht.
Kontakt

Dialogforum Pluralismus
in der Medizin

Geschäftsstelle

Univ.-Prof. Dr. med. Peter F. Matthiessen

Sekretariat: Frau Heike Freudewald

Arbeitsbereich Methodenpluralität in der Medizin

Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Gerhard-Kienle-Weg 6, Haus C

D-58313 Herdecke

Telefon Sekretariat:

0049–(0) 23 30–62 38 90

Telefon Prof. Matthiessen:

0049–(0) 23 30–62 39 35



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